Sehenswertes wohin man blickt:

An schönen Tagen schon vom Donauraum sichtbar, erhebt sich am Ende des östlichen Mühlviertler Granitmassivs die schöne Wallfahrtskirche von St. Thomas am Blasenstein.

Der kleine Burg-Kirchen-Ort in Sackgassenlage an die Kuppe des Blasensteins geschmiegt, besitzt viele interessante Sehenswürdigkeiten. Fast wie Beschützer stehen die Ruinen Klingenberg und Saxenegg neben Wakelstein, dem "Hoanl" und dem Blasenstein mit seiner "Bucklwehluck`n": Schlüpft man von Osten nach Westen durch die Luck`n, ist`s vorbei mit den Kreuzschmerzen–so der weise Volksmund.

Überhaupt hat dieser "erhabene" Ort seine besonderen Originale: Einen Christus mit echtem Haar und eine Mumie den sogenannten "luftg`selchten Pfarrer". Man hat Witz – steht über den Dingen hier – vielleicht weil die Alpen zum Greifen nah sind?

 

Mumie

Mumie

 

Durch einen Kreuzgang oberhalb der Kirche gelangt man in die Gruftkammer von St. Thomas am Blasenstein. Bei der dort befindlichen Mumie soll es sich um den ehemaligen Chorherrn und Pfarrvikar Franz Xaverius Sydler de Rosenegg handeln. Der von 04.06.1709 bis 02.09.1746 gelebt hat.

Über die Gründe der natürlichen Mumifizierung des Leichnams gibt es zahlreiche Überlieferungen. So zum Beispiel, es sei Gerbsäure, doppelt-chlorsaures Quecksilber, verschiedenste Gifte, der Luftzug (daher der Ausdruck "luftg´sechlter Pfarrer), radioaktive Strahlung oder sogar ein Wunder.

Ebenso ist im Volksmund überliefert, er sei an Epilepsie gestorben und so ein Helfer in dieser Krankheit. Seine Unverwestheit wäre ein Fingerzeig Gottes.

Doch auch eine wissenschaftlichte Untersuchung die seit dem Jahr 2000 durchgeführt wird, hat noch keine wissenschaftliche Erklärung für die natürliche Mumifierzung des Geistlichen erbracht.Somit ist auch für Herrn Dr. Bernhard Mayer, der auch mit der Untersuchung der Gletscherleiche "Ötzi" betraut war, dass Rätsel um unsere Mumie aus St. Thomas am Blasenstein noch nicht geklärt.

 

Oberer Burgstall

Der Obere Burgstall ist ein traumhafter Aussichtspunkt auf 723 m Seehöhe, oberhalb der Kirche von St. Thomas am Blasenstein.

Doch der Obere Burgstall war auch eine vorchristliche Kultstelle von der noch zwei Lichtschalen zeugen. Weiters war dieser Platz bereits in der Steinzeit von Jägern besucht, wie Funde belegen.

Wie aus dem Namen Burgstall ersichtlich ist, befand sich hier auch einst eine Burg. Die Burg war eine Fünfeckanlage, die ca. 600 m² verbaute Fläche mit Vorbugen und Hof begrenzte.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Bei einer Führung erfahren Sie mehr.

 

 

Burggrundriss

Bucklwehluck`n auch Blasenstein genannt

Ein auf einer 12 Meter langen und 6 Meter breiten, abgerundeten Felsplatte 5 Meter aufragender Granitblock zeigt eine Spaltung, als ob 2 Felsblöcke aneinander gelehnt wären.

Nach altem Glauben hilft ein Durchschlüpfen von Ost nach West, gegen Kreuzschmerzen und rheumatische Beschwerden. Ebenso soll man seine Sünden abstreifen.

 

 

Hier stand einst die zweite Burg von St. Thomas am Blasenstein. Dies wurde durch Funde an der Abfallstelle der Burg entdeckt. Eine mittelalterliche Burg, spannend und Interessant - möchten Sie näheres dazu erfahren?

Dann lauschen Sie einer unserer Führerinen und melden Sie sich zu einer Führung an. Nähere Informationen dazu unter der Rubrik Führungen.

Hoanl

Hoanl“ ist der Ausdruck für einen kleiner Hain mit fantastischen Felsgebilden.

Ein höhlenartiger Unterstand „Brennluck`n“ genannt, diente im letzten Krieg als „Luftschutzkeller“.

 

 

 

Heimkehrerkreuz

Das im August 1966 errichtete Heimkehrerkreuz am „Tischlerkogel“, das ursprünglich am Kreuzburgstall (Bucklwehluck´n) errichtet werden sollte, ist dem Gedenken der Opfer beider Weltkriege gewidmet. Das beleuchtete 12 Meter hohe, mit dem Querbalken gut 4 m ausladende Kreuz, ist schon von weitem sichtbar.

 

 

 

religiöse Kleindenkmäler

MARIENMARTERL

Im Gemeindegebiet von St. Thomas am Blasenstein findet der aufmerksame Besucher neben neuen, auch teilweise sehr alte, formschöne und liebevoll gepflegte Bildstöcke und Kapellen. Kulturgeschichtlich und künstlerisch bedeutend, erzählen sie als Zeugen der Volksfrömmigkeit von Freud und Leid vergangener Generationen.

Im Jahr 2000 erschien das Buch „Religiöse Kleindenkmale St. Thomas am Blasenstein“, in dem alle religiösen Kleindenkmale des Gemeindegebietes vorgestellt werden. Erhältlich ist dieses am Marktgemeindeamt, im Gasthaus Ahorner und der Raiffeisebank zum Preis von € 15,00.

 

 

Wackelstein

Im Ortsgebiet finden Sie beim Haus Klampfer (Markt 26) einen Wackelstein. Ein großer Steinblock, der nur von zwei seitlichen Felsen gestützt wird.

Solche Gebilde erweckten in alter Zeit den Eindruck, dass nur Riesenarme von Gottheiten solche Lasten heben und legen konnten. Dieses Gebilde ist ein typisches Beispiel für eine Wollsackverwitterung.

 

 

Pechölsteine

Pechölbrennen: Auf den flachen, geneigten Steinen wurden meist über Blattrippenmustern (vgl. Lebensbaum) Meiler aus harzreichem Holz errichtet. Das benötigte Kienholz ("Keaholz") wurde schon beim Holzarbeiten ausgeklaubt und im Idealfall zwei Jahre lang in der Sonne getrocknet. Man nahm die Kiengallen (harzreiche Auswüchse von kranken Föhren), das Harz von Blitzschlagstellen, Kernstücke von Wurzelstücken und sonstiges zerkleinertes, harzreiches Föhrenholz und schichtete es pyramidenförmig auf. Die unteren Holzstücke wurden zusammengebunden, dass sie stehen blieben, den Abschluss bildeten Späne. Der Meiler wurde mit Rasenstücken umkleidet, mit Erde und Schmiedzunder abgedichtet und bei Sonnenhöchststand am Höheren Ende angezündet. (Bei größeren Meilern wurden mittels Rundhölzern, die man wieder entfernte, Luftkanäle geschaffen.) Das Feuer wurde je nach der Größe des Meilers mit einen halben Tag bis zwei Tage und Nächte genährt. Nach längerem verzögertem Brennen rann infolge des Hitzestaus das goldgelbe Öl, danach die Schmiere aus.

Verwendung des gewonnenen Öles: Das zuerst gewonnene Öl war das sog. Heilsam, das mancherorts nur verschenkt, nicht verkauft werden durfte, um seine Heilkraft zu behalten. Oft wurde es mit Butter und Honig zu einer Salbe verarbeitet. Das weiter gewonnene Öl wurde mit Fett aus Schweinsdärmen vermengt und als Wagenschmiere verwendet. Meist wurde während des Heuens gebrannt und das kostbare Öl (oft mehr als 30 Liter) in selbst gemachte "Schaffeln" aufgefangen und sorgfältig aufbewahrt, dass es nicht verschmutzte. Es war noch Anfang dieses Jahrhunderts das Allheilmittel für Mensch und Tier, etwa bei wunden Beinen und Abszessen (sog. Hunsbeulen), in der Tiermedizin bei Hufverletzungen, Maul- und Klauenseuche, eitrigen Nabelgeschwüren bei Kälbern etc.. Den Kühen wurde es mit Brot gefüttert, dass sie mehr Milch gaben; den Ochsen wurde der Bauch, wo der Haarwuchs geringer ist und wo sie schwitzten, damit eingestrichen, dass sich keine Fliegen ansetzten. Die Schuhsohlen wurden damit geölt, dass sich nicht so schnell abrieben, und der Kienruß diente als Farbe. Kienprodukte wurden aber – neben den Hausgebrauch – auch gegen Waren und Dienstleistungen getauscht oder an Händler verkauft. (In dieser Gegend z. B. nach Grein zum Geyrhofer). Auch das sog. Teerband galt als ein bewährtes Hausmittel. Man erhitzte Fichtenpech in einem Tongefäß und rührte u. a. tropfenweise Vorlauf ein. Die Masse wurde auf ein Tuch gestrichen, dem man einen Streifen geklopfte (also undurchlässige) Leinwand unterlegte. Die Bandage blieb, bis sie abgetrocknet war, auf der Wunde.
Das Pech wurde schon in der Antike arzneilich und technisch verarbeitet. Die in der Ilias als "peuke" erwähnte Schwarzkiefer lieferte Harze und Terpentin. Hippokrates empfahl, um das Vereitern frischer Wunden zu verhindern, einen wässrigen Pechauszug. Caelus Aurelianus führte im 1. Jhdt. nach Christus das Pechpflaster ein. Griechen und Römer stellten aus dem Holz Fackeln (Kienspäne) her, und das Pech der Aleppokiefer diente zum Weinkonservieren. Später wurde die Kiefer als Schiffsbauholz geschätzt. Die Pechnasen auf alten Burgmauern erinnern an die kriegerische Verwendung. Brunnenwasser wurde bei Belagerungen mittels Pechzusatz ungenießbar gemacht. Im Dreißigjährigen Krieg gab es die mit Pech versetzten Stinkbomben. Im 16. Jhdt. wurde die Kiefer noch der "wildt Hartzbaum" oder das "Kynholz" genannt (auch Kien oder Kiene). Später erst wurden besonders harzige Teile der Kiefer als Kienholz bezeichnet.

Pechölsteine in unserem Gemeindegebiet: Richtung Rechberg wären in der Nähe des Dechtlgruber- bzw. Waldbot-Gutes zwei Pechölsteine, einer mit übermanngroßem, geripptem Blatt und einer mit zwei handtellergroßen Blättern (eins quadratisch, eins rund), deren Rillen in eine gemeinsame Abflussrille zusammenlaufen, zu besichtigen.

Ein weiterer der aus einer Schale umfunktioniert wurde, mit eingestemmten Lochabfluss, findet sich am Weg nach Mönchdorf beim Fürsteneder-Gut. Der schöne Stein beim Brenner-Gut liegt schon auf Pierbacher Gemeindegebiet. In den besonders hohen Block mit natürlicher Wanne beim Steinrucker-Binder neben der Kohlstatt, in der Nähe der Stelle, wo die Gemeindegrenze von St. Thomas, Rechberg und Pierbach zusammenstoßen, sind nur einige Rinnen eingestemmt. Der Abfluss ist 10 cm breit und 20 cm tief. Unter dem Pirl-Gut, im Wald am alten Weg zum Brandstätter-Gut, findet sich ein weiterer schöner Stein mit dreizehnrippigem Blatt, der beim Auffinden noch mit Feldklaubsteinen, größtenteils Karlsbader Zwillingen, gefüllt war, die eine starke Humusschicht verdeckte.

 

Noch heute erinnern Haus-, Geschlechts- und Bergnamen an das Pechölbrennen – wie Brenner, Kienast und Kienastberg. Bis gegen die Mitte unseres Jhdts. wurde auf Pechölsteinen zur Sonnenwende noch Pechöl verbrannt, also geopfert.

Die Steine finden sich von allem im unteren Mühlviertel, dem Bayrischen Wald und Randgebieten Tschechiens.

 

 

Einsiedelsteine

Steine mit Sitzen heißen in der Gegend nördlich von Grein ausschließlich Einsiedlersteine.

Auch wenn nicht jeder Stein gleich ein Wunder-, Schalen- oder Pechölstein ist, so hat fast jeder Bauernhof seine eigenen Felsen mit Türmen, Überhängen, Durchschlüpfen, Unter-ständen und Nischen in fantastischen Formen, wie sonst nur Wolken zu Vergleichen anregen.

 

Schalen und Opfersteine finden sich in der Gegend oft in unmittelbarer Nähe alter Rodungshöfe, die vermutlich schon uralte Vorläufer hatten, etwa beim Franzlsteiner-, Großberger-, Magenbausch-, Neuhauser-, Obersallmannsdorfer- und Tremetsberger-Gut.  Beim Franzlsteiner lautet ein Flurname "beim Opferstein". Der Felsblock, auf den sich der Name bezieht, trägt eine Doppelschale und eine einzelne – unweit davon ein weiterer eine wannenförmige Ausbuchtung. Wieder einer bildet einen großen Unterstand, bei einem anderen führt eine Durchschlupfspalte in eine höhlenartige Erweiterung; etliche Türme sind nur mit Hilfe der Äste nahestehender Bäume zu erklettern, etliche mit Wachholderstauden gekrönt.

Diese Schalen werden allgemein in natürlich entstandene und künstlich gefertigte gegliedert: natürlich entstanden durch chemische Auswitterung, tropfendes Wasser, Wassermühlen etc. und künstlich ausgeriebene, ausgestemmte oder gebrannte. Ob eine Entwicklung von der einen zur anderen stattgefunden hat, ob gewisse Völker sich einer bestimmten Art bedienten – oder ob es überhaupt eine entscheidende Rolle spielte und wie lange sie benützt wurden, ist nicht nachgewiesen. Sicher aber wird eine natürliche vorhandene (die eventuell noch ergänzt wurde) als göttliches Zeichen gegolten haben, sich hier anzusiedeln oder Sommerquartier für Jagdzüge zu nehmen. Sehr wahrscheinlich sind bestimmte Stellen immer wieder aufgesucht worden. Die oft auffallend phallische Form gewisser Steine war offensichtlich als eine besondere göttliche Offenbarung verstanden worden: hier sollte der Mensch seine Wünsche vortragen und Opfer darbringen. Es war wohl ein Tauschgeschäft. Immer dürfte die Fruchtbarkeit eine entscheidende Rolle gespielt haben. Oft findet sich neben der Schale eine Spalte, die – wie an einigen Beispielen festgestellt werden konnte – mit einem Steinbrocken "befruchtet" wurden, sowie ein Unterstand für den Opferwächter. Im Idealfall wäre noch eine sog. Baumsensation, etwa ein "Hexenbesen", ein oben zugewachsener Baumstrunk etc. – Erscheinungen, die von besonders starker Erdstrahlung herrühren dürften – zu beobachten. An den heute fast immer idyllisch gelegenen Stätten finden sich oft Kinderspielplätze.

Nach Anweisungen einer Reihe von Konzilen und Synoden vom 5. bis 7. Jh. waren die Opfersteine zu zerstören oder einzugraben. Wo sie weiter bestanden, wurden sie nach christlichen Legenden umgedeutet.


Einsiedlersteine im Gemeindegebiet:

Besonders schöne Einsiedlersteine sind in der Himmelreith, am Renold- und Kienastberg, beim Untersteiner-Gut sowie im Mühlgraben erhalten. Andere sind in letzter Zeit Feldsanierungen, Güterwegen etc. zum Opfer gefallen.

Der große Schalensitz auf dem Phallusstein (wohl der schönste des gesamten Mühlviertels) in der Himmelreith ist nur mit einer Leiter zu erreichen; die Schale am Renoldberg ("Geburtsstein", Fruchtbarkeitskult?), die größte des Mühlviertels – die höher gelegene große Schale und eine kleinere darunter überschneiden sich – ist besonders gut ausgeformt. In der Nähe befindet sich noch der sogenannte Zweisiedlerstein mit 2 Schalen sitzen nebeneinander.

Am Kienastberg hat ein schmaler Felsrücken 2 verbundene Schalen und einen Sitz. Die beiden Einsiedlermauern (eine nur mit Leiter ersteigbar) beim Untersteiner- Gut haben je einen Schalensitz. Der Schalenstein im Mühlgraben zeigt der Fantasie die Eindrücke von Kopf, Gesäß und ausgebreiteten Armen eines am Rücken liegenden Menschen.

Des weiteren gibt es am Kienastberg und am Hausberg über dem Kleindienst-Gut Wackel- und Kugelsteine, die nur kein besonderes Ereignis aus ihrer Anonymität gerissen hat. Auf ersterem Berg ließen sich die Felskammern der sogenannten Häuslmauer leicht zu richtigen Zimmern ergänzen. (Es wurden bis in die 20er Jahre dieses Jahrhunderts, wie etwa am Plenkenberg, tatsächlich solche armseligen Behausungen errichtet. Die Felswinkel, mit Bruchsteinen ergänzt und notdürftig überdacht, dienten Auszüglern, sog. Einsiedlern etc. als Unterkunft).

Genaue Wegbeschreibungen siehe Wanderwege oder Tel.:(07265) 5474.


Burgruine Klingenberg

Kupferstich Clingenberg

 

Die Burg mit einer umbauten Gesamtfläche von über 3.000 m² bestand aus dem Zwingerraum, der Vorburg und der höher gelegenen Hauptburg (1.090 m²).
 
Rudolf von Habsburg verpfändete die Burg 1276 als Brautschatz seiner Tochter Katharina dem Bayernherzog Otto. 1700 brannte nach einem Blitzschlag der größte Teil der Anlage ab und die Steinquader wurden bei Bauten in der Umgebung verwendet. 1855 stürzte ein Teil des Bergfriedes ein der stehengebliebene Rest ist 24 m hoch.

Ein unterirdischer Gang hat vom Pfarrhof in St. Thomas nach Klingenberg und weiter nach Pabneukirchen geführt und im Keller des Hauses Nr. 4 neben dem Pfarrhof geendet. Dass dieser Gang tatsächlich vorhanden war wurde im Oktober 1999 bewiesen. (Siehe Unterirdischer Gang)
 
 
Derzeit ist die Ruine Klingenberg aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Details zur Rettungsaktion lesen Sie hier!

 

Die Burgruine Klingenberg liegt in 707 m Seehöhe auf einer steilen Felskuppe. Die einst prächtige Burg wurde von den Velburgern im aus-laufenden 12. Jahr-hundert errichtet.
Die Aussenwand des Palas steht noch in voller Höhe und wurde, wie die gesamte Burg in schöner romanischer Quadertechnik erbaut.

Bild: Schloß Klingenberg nach einem Kupferstich aus G.M.Vischers Topograhie von 1674

 

 

 

 

Unterirdischer Gang

Am Floriani-Altarbild in der Pfarrkirche ist auch der Entlüftungsschacht des alten Schlossbrunnen zu sehen, zu dem vom alten Pfarrhof her ein unterirdischer Gang führte, der heute zum größten Teil verschüttet ist.       Bei Kanalbauten im Oktober 1999 war unter anderem der Einstieg zu einem Teilstück (sehr sorgfältig rundbogig in den Flinsch geschlagen, ca. 80 cm breit und 1,10 m hoch, am Boden eine Rinne, an einer Seitenwand eine andersfärbige rechteckige Verschluss-stelle [?]) für kurze Zeit freigelegt. Dieser war 8,50 m tief in Richtung des vermuteten Brunnen zu begehen. Gleich darauf wurde vor der Hausecke des Gasthauses Richtung Gemeindeamt ein vom beschriebenen Gang abzwei-gender „Fluchtweg“ angeschnitten.

 

 

Burgruine Saxenegg

Die Ruine Saxenegg, die allerdings schon stark verfallen ist, liegt auf einer Kuppe zwischen dem Käfermühl- und Rechbergerbach. Die Burg ist 1297 erstmals erwähnt und weist zahlreiche Besitzer auf. Unter anderem Joachim Enzmillner und seine Tochter Eva Magdalena. Als letzter Nutznießer der Güter, wurde 1782 das Linzer Domkapitel erfasst.

Eine Sage, die in ähnlicher Fassung auch von der Insel Wörth erzählt wird, erinnert an die einstige Pracht der Burg: An jedem Karfreitag soll um Mitternacht beim Eingang der Ruine ein kleiner schwarzer Hund mit glühenden Augen erscheinen. Er sitzt dort auf einer Schatz-truhe und trägt den Schlüssel zu dieser in seinem Maul. Wer es wagt, ihm den Schlüssel zu entreißen, dem gehört der Schatz. Aber noch niemand hatte den Mut.

 

Zigeunermauer

Elipse Zigeunermauern

Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten von St. Thomas am Blasenstein gehören die Zigeunermauern mit ihrem Opfertisch und ihren natürlich gedeckten Kammern.

Solche Felsgebilde dürften in anderen Teilen Europas als Vorbilder für Megalithanlagen gedient haben und alte Kultplätze gewesen sein.

In den Höhlen der Zigeunermauern soll sich früher des öfteren fahrendes Volk aufgehalten haben.

Als fahrendes Volk galten im 17. und 18. Jahrhundert Menschen aus sozialen Unterschichten und Randgruppen: Zigeuner, Juden, verarmte Handwerker und Kaufleute, Taglöhner usw. Ohne Bürgerrechte lebten sie von Gelegenheitsarbeiten und betteln, kleinen Diebstählen und wildern. Von der Diskriminierung zur Krimi-nalisierung war es oft nur ein kleiner Schritt.

Jene, die sich gänzlich von den gesellschaftlichen Normen lossagten und das Räuberhandwerk betrieben, sind heute legendäre Figuren.

Einer davon war Hans Jörg Grasel, der vor allem im benachbarten Waldviertel und im unteren Mühlviertel raubte und plünderte, angeblich aber auch Arme beschenkte. Er soll sich gelegentlich auch in der Nähe der Zigeunermauern aufgehalten haben. Bis zu sechzig (!) Mann zählte seine Bande, unter ihnen Gestalten wie der „Lochpracker“, der „Mistkratzerl“, der „Stutzpratzerl“ und der „Bretling-fresser“.

Erst als auf Grasels Kopf 4000 Gulden Belohnung ausgesetzt wurden, ging er den Gesetzeshütern ins Netz. Am 31.01.1818 wurde er mit zwei Mittätern in Wien vor den Augen einer gaffenden Menschenmenge hingerichtet. Seine letzten Worte sind legendär: „Jessas, so vül Leut!“

 

Augenbründl

Augenbründl-klein

Die Quelle im Fraunwald gehört zum Grundbesitz des Freudnthalerhofes und dürfte schon seit Urzeiten bestehen.

Der Quelle wird Heilkraft nachgesagt, wobei es bisher keine wissenschaftlichen Untersuchungen z.B. nach Radion gegeben hat. Der Überlieferung nach ist aber hier vor Generationen eine blinde Frau, sie hieß Susanne Huemer, nach dem Auswaschen ihrer Augen geheilt worden. Wenn wir auch heute vielleicht nicht eine Heilung unserer Sehfehler erfahren, so kann das Gebet hier zur Hl. Odilie und zu Gott die Blindheit unserer Herzen heilen helfen.

In den 60iger Jahren wurde über Anregung des damaligen Pfarrers von Pierbach, GR. Eiersebner, das Steinmarterl mit einen Bild der Hl. Odilie ausgestattet, die ja als Schutzpatronin der Augenkranken angerufen wird. Herr OSR. Mayrhofer aus Pierbach schuf das Mosaik. Am 30.07.1967 wurde es gesegnet.

 

 

Die Symbole am Bildnis könnte man so deuten:

Der Hahn: als Mahner zur Wachsamkeit

Der Kelch: Odilie labte einst einen verschmachtenden Bettler mit einem erfrischenden Trunk  

 

Buch und Augen: Einerseits als Hinweis auf die frühere Blindheit der Heiligen, Buch und Augen gelten auch als Symbole der Weisheit.    

Äbtissinenstab: Odilie war Äbtissin des von ihr gegründeten und nach  ihr benannten Klosters am Odilienberg im Elsaß.

Steinerne Stiege

Der alte Weg ins Minifeld, Richtung Münzbach, führt an drei Kapellen vorbei, der Untersteiner-, Obermarthaller- und Untermarthallerkapelle. Unweit der mittleren, wo auf der großen, ebenen Steinplatte laut mündlicher Überlieferung die Kirche erbaut werden sollte, finden sich in einem kleinen Waldschopf oder einem als "Spaten" bezeichneten Grundstück des Untersteiner-Gutes, zwischen zwei etwas höher gelegenen, wenig geneigten Felspartien sieben flache, regelmässige, in den Stein gehauene Stufen.

 

Da für die "Steinerne Stiege" keine bestimmte mündliche Überlieferung besteht, was bei der üblichen Gedächtnistreue in dem Gebiet auf ein besonders hohes Alter schließen läßt, könnte man u. a. erwägen, dass sich hier ein altes Holzkirchlein befand.

Die Sage bezöge sich dann vielleicht auf einen geplanten Neubau entweder an der alten windgeschützten Stelle, bei erwähnter weithin sichtbaren Steinplatte oder etwa beim sog. Altarstein nahe des Lindner-Gutes.

Womöglich handelt es sich also bei der "Steinernen Stiege" um den Aufgang zum ersten Holzkirchlein in unmittelbarer Nähe des Wirtschaftshofes der Rodungsleute, für den etwa der Untermarthallerhof in Frage käme. (Es wird auch eine Wegabkürzung für Wallfahrer erwogen, die mit Stufen versehen wurde. Nach einem unglaubwürdigen Bericht hätte sie ein Schafhirte aus Langeweile eingemeißelt).

 

Vogeltenne

Diese bis vor kurzem föhrenbestandene flache Kuppe in der nähe der Grabner Alm diente im Mittelalter zum Vogelfang, für den vor allem mit klebrigen Spindeln besetzte „Leimbäume“ und „Grichtl“ (Vogelfallen) verwendet wurden.

Diese Tennen waren oft von Teichen (Reiherjagd) umgeben und besaßen eine gefasste Quelle. Waren sie groß genug wurden sie auch für die Falkenjagd genützt; der Platz musste dann eben und der Boden fest gestampft sein, dass der zu Pferd sitzende Jäger bei seinen Aktionen nicht behindert war.

Die Beize (Jagd) wurde meist im Frühling und Herbst an regen- und sturmfreien Tagen in den frühen Morgenstunden (ohne Sonnenschein) abgehalten.

Neben oder unter der Vogeltenne befand sich im allgemeinen ein von Graben und Wall umgebenes, zweistöckiges Wohngebäude als Sitz des Falkners, das neben den Gehegen für die Jagdfalken meist auch Räumlichkeiten für Jagdgesellschaften einschloss. Lag die Vogeltenne in unmittelbarer Näher einer Burg – wie bei und der Fall – wurde kein eigenes Hochhaus errichtet.

 

Spaltsteine - Durchkriechsteine

Der Waldhang vor der Grabner-Alm birgt etliche Stein–Sehenswürdigkeiten, u. a. drei Durchkriechsteine (Spaltsteine), jeder länger und bequemer zu begehen als die berühmte „Bucklwehluck`n“.

Ein Felsunterstand wird „Rehkammer“ genannt. Am Gipfelblock der Alm befindet sich das Grabner Kreuz (Religiöses Kleindenkmal).

Zimmer im Strudengau

Ankunft:
<Juni 2015>
MoDiMiDoFrSaSo
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293012345
Nächte Zimmer Kinder?
Personen Kinder*
Zimmer 1
Zimmer 2
Zimmer 3
* Alter der Kinder, zB 4,6