


Die Theatergruppe des ÖAAB St. Thomas hat mit ihrer Inszenierung von Felix Mitterers Stück „Kein schöner Land“ eindrucksvoll bewiesen, wie wichtig es ist, sich mit Themen wie Ausgrenzung, Intoleranz und gesellschaftlichem Zusammenhalt auseinanderzusetzen. Schon der Titel deutet an, worum es geht: Eine Gesellschaft, die von Ausgrenzung, Neid und Vorurteilen geprägt ist, kann keine schöne Zeit und kein schönes Leben hervorbringen. Solche Einstellungen zerstören selbst das schönste Land und bedrohen das friedliche Miteinander.
Besonders hervorzuheben ist der Mut der Theatergruppe, dieses anspruchsvolle Stück im Jubiläumsjahr „80 Jahre Kriegsende“ und „50 Jahre Marktgemeinde St. Thomas am Blasenstein“ aufzuführen. Felix Mitterers schonungslose Darstellung der Thematik inspirierte das Ensemble dazu, die Härte und Klarheit des Stücks auch auf der Bühne spürbar zu machen. Die Geschichte zeigt eindrucksvoll, wie Neid und das Streben nach Überlegenheit dazu führen können, dass Menschen anderen alles nehmen wollen – mit fatale Folgen für die gesamte Gesellschaft.


Das Stück macht deutlich, wie ein solches Gedankengut ein absurdes und zerstörerisches Regime hervorbringen kann, das zum Leid und Verlust der Mehrheit führt. Familien und Freundschaften wurden durch diese Einstellungen zerrissen, das Land selbst wurde zerstört. Die Darstellung auf der Bühne brachte diese dunkle Zeit der Geschichte spürbar näher und ermöglichte es den Zuschauern, die Emotionen und den Schmerz dieser Epoche nachzuempfinden.
Die zahlreichen, bewegenden Rückmeldungen des Publikums zeigen, dass es der Theatergruppe gelungen ist, dieses schwierige Kapitel der Geschichte verständlich und emotional greifbar zu machen. Die Aufführung hat die Menschen zum Nachdenken angeregt: Wo stehen wir heute? Und tun wir genug, um solche Entwicklungen in Zukunft zu verhindern? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Inszenierung und laden zur Reflexion ein.
Danke
Ein großer Dank gilt allen Darstellerinnen und Darstellern sowie allen Mitwirkenden, allen voran Regisseurin Heidi Gumpenberger, für ihren unermüdlichen Einsatz und die monatelange, akribische Vorbereitung. Viele Talente konnten durch dieses Projekt entdeckt und gefördert werden.
Ebenso geht ein herzliches Dankeschön an das Publikum für den zahlreichen Besuch und die positiven Rückmeldungen – sie sind der schönste Lohn für die investierte Arbeit und den Mut.
Ein ganz besonderer Dank gebührt dem ÖAAB-Obmann Gerhard Hackl-Lehner. Ihm ist es zu verdanken, dass dieses Stück ausgewählt wurde, er trug die Hauptverantwortung für das Projekt, war der Hauptakteur bei der Schauspielersuche, suchte Helfer für den Bühnenbau, den Ausschank, das Ausborgen der Kostüme usw. usw.
Unzählige Stunden und Tage wendete er dafür auf, wie nebenbei spielte er auch noch eine Hauptrolle, die des Viehhändlers Stefan Adler.
Ohne dieses enorme Theaterfieber von Gerhard Hackl-Lehner gäbe es dieses Kulturgut nicht in dieser Form in St. Thomas am Blasenstein, er ist seit 22 Jahre hauptverantwortlich für jedes Theaterprojekt – VIELEN DANK!!!

















